{"id":1920,"date":"2024-03-01T10:12:48","date_gmt":"2024-03-01T10:12:48","guid":{"rendered":"https:\/\/captainsupport.net\/freepylos9\/?page_id=1920"},"modified":"2024-05-20T20:37:29","modified_gmt":"2024-05-20T20:37:29","slug":"freiheit-fur-die-inhaftierten-sundenbocke-des-massakers-von-pylos","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/captainsupport.net\/freepylos9\/freiheit-fur-die-inhaftierten-sundenbocke-des-massakers-von-pylos\/","title":{"rendered":"Freiheit f\u00fcr die inhaftierten S\u00fcndenb\u00f6cke des Massakers von Pylos\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p>In den fr\u00fchen Morgenstunden des 14. Juni 2023 sank das \u00fcberf\u00fcllte Fischerboot &#8220;Adriana&#8221; in internationalen Gew\u00e4ssern etwa 50 Meilen vor dem Hafen von Pylos, Griechenland. Hunderte von Menschen ertranken unter den Augen der griechischen K\u00fcstenwache (Hellenic Coast Guard &#8211; HCG). Fast alle der 104 \u00dcberlebenden, wurden erst von einer Luxusyacht gerettet, nachdem das Fischerboot gesunken war. 82 Leichen wurden geborgen; Hunderte werden weiterhin vermisst und sind vermutlich mit dem Schiff untergegangen. Neun der \u00dcberlebenden wurden von den griechischen Beh\u00f6rden verhaftet und werden zu Unrecht als verantwortlich f\u00fcr die Trag\u00f6die beschuldigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Adriana verlie\u00df Tobruk, Libyen, am 7. Juni 2023 in Richtung Italien mit \u00fcber 750 Passagieren, haupts\u00e4chlich aus Syrien, Pakistan und \u00c4gypten. (Fu\u00dfnote a) Das Fischerboot war massiv \u00fcberf\u00fcllt und befand sich, ohne geeignete Navigationsinstrumente, ohne Besatzung und ohne Sicherheitsausr\u00fcstung an Bord eindeutig in einer Notlage. Nach einer Woche auf See hatte der Motor des Bootes einen Defekt und die Vorr\u00e4te gingen zur Neige. Mindestens zwei Menschen waren bereits vor dem Kentern des Bootes an Dehydrierung gestorben. Angesichts dieser Umst\u00e4nde meldeten sich die Menschen an Bord am 13. Juni 2023 bei Watch the Med Alarm Phone und teilten mit, dass ihr Boot gef\u00e4hrlich Schieflage h\u00e4tte und sie dringend Hilfe ben\u00f6tigten. Alarm Phone informierte seinerseits die griechische K\u00fcstenwache, da sich das Fischerboot innerhalb der griechischen Such- und Rettungszone (SAR) befand. Die Rettung kam nie.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Wochen und Monaten nach diesem Massaker an Hunderten von Menschen tauchten immer mehr Beweise f\u00fcr die Ereignisse auf, die letztlich zum Kentern der Adriana f\u00fchrten, und zeichneten ein klares Bild von der Rolle der griechischen K\u00fcstenwache. Die HCG unternahm nicht nur keinen Versuch, das eindeutig seeunt\u00fcchtige Schiff zu retten, sondern behinderte auch mehrere Stunden lang m\u00f6gliche Rettungsma\u00dfnahmen durch andere Schiffe. Viele \u00dcberlebende beschreiben auch, wie die HCG das Leben der Passagiere aktiv gef\u00e4hrdete, indem sie versuchte, das Schiff abzuschleppen, was wahrscheinlich zum Untergang des Schiffes beitrug. (Fu\u00dfnote b) Es wurde auch berichtet, dass mehrere andere europ\u00e4ische Beh\u00f6rden bereits Stunden vor dem Schiffbruch \u00fcber die Notsituation der Adriana informiert waren, aber nicht eingegriffen haben. (1)<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl sich die Beweise f\u00fcr die Verantwortung Griechenlands h\u00e4uften, wurde die Schuld sofort auf die Opfer der Trag\u00f6die geschoben. Die \u00dcberlebenden wurden nach Kalamata, Griechenland, gebracht, wo sie in einem Lagerhaus festgehalten und isoliert wurden. Dort wurden sie von den Beh\u00f6rden verh\u00f6rt, noch bevor sie Zugang zu unabh\u00e4ngiger rechtlicher oder psychosozialer Unterst\u00fctzung hatten. Im Anschluss an diese Verh\u00f6re und auf der Grundlage der Aussagen einiger weniger \u00dcberlebender wurden neun \u00dcberlebende verhaftet und zu Unrecht als Verantwortliche f\u00fcr das Massaker pr\u00e4sentiert. Sie wurden der Beihilfe zur illegalen Einreise (als &#8220;Schmuggler&#8221; bzw. Schleuser), der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und der Verursachung des Schiffbruchs, bei dem Hunderte von Menschen ums Leben kamen, beschuldigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Medienberichten zufolge st\u00fctzen sich die Anschuldigungen auf Zeugenaussagen, wonach sie mehr Verantwortung f\u00fcr Aufgaben auf dem Schiff \u00fcbernommen haben, z. B. die Verteilung von Wasser oder den Versuch, die Menge zu kontrollieren, um das schwankende Boot zu stabilisieren. (Fu\u00dfnote c) Es hat jedoch den Anschein, dass es sich bei den beschuldigten M\u00e4nnern selbst um Migranten handelt, die wie die anderen Menschen an Bord einen erheblichen Geldbetrag gezahlt haben, um Europa zu erreichen. (2) Dies ist nicht das erste Mal, dass Passagiere unter Druck gesetzt werden, um belastende Aussagen gegen Mitreisende zu machen. Bemerkenswert ist, dass offenbar keiner der neun festgenommenen M\u00e4nner von anderen Passagieren als finanzieller Profiteur oder gar als Teil der Besatzung identifiziert wurde. (Fu\u00dfnote d)<\/p>\n\n\n\n<p>Derzeit befinden sich die Angeklagten in zwei verschiedenen Gef\u00e4ngnissen in Griechenland in Untersuchungshaft: acht M\u00e4nner in Nafplio und ein junger Mann in Avlona. Die Ermittlungen des Vernehmungsrichters dauern noch an, und es wurde noch kein Termin f\u00fcr den Prozess festgelegt. Wir gehen davon aus, dass er fr\u00fchestens im Fr\u00fchjahr 2024 stattfinden wird. Die staatlich beauftragten Anw\u00e4lte beantragten die Entlassung der traumatisierten \u00dcberlebenden aus der Untersuchungshaft, doch der Antrag wurde abgelehnt. Die Verteidigung der angeklagten M\u00e4nner wurde nun von einer Gruppe von sieben erfahrenen Strafverteidiger:innen \u00fcbernommen, unter anderem vom Human Rights Legal Project Samos und dem Legal Centre Lesvos.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 13. September 2023 reichten vierzig \u00dcberlebende des t\u00f6dlichen Schiffsungl\u00fccks bei Pylos Strafanzeige gegen alle Verantwortlichen vor dem Marinegericht von Pir\u00e4us ein. (Fu\u00dfnote e) (3)<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wer ist f\u00fcr die Todesopfer des Schiffungl\u00fccks von Pylos verantwortlich?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Nicht die Menschen auf der Suche nach Sicherheit, die gezwungen sind, in \u00fcberf\u00fcllten Booten unglaublich gef\u00e4hrliche Routen zu fahren. Es sind auch nicht die Schleusernetzwerke, die diese Situation ausnutzen &#8211; sie sind ein Symptom, nicht die Ursache des Problems. Der wahre \u00dcbelt\u00e4ter ist die Festung Europa. In ihrem Bestreben, die Migration zu kontrollieren und ihre Grenzen zu schlie\u00dfen, schlie\u00dft die EU schmutzige Deals mit anderen repressiven Regierungen ab. Die Externalisierung der EU-Grenzen \u00fcber das eigene Territorium hinaus f\u00fchrt nur zu mehr Gewalt. Das stoppt die Migration nicht, sondern f\u00fchrt zu mehr Toten auf dem Weg dorthin.<\/p>\n\n\n\n<p>In den letzten drei Jahren hat die griechische K\u00fcstenwache ihre Praxis der systematischen Zur\u00fcckdr\u00e4ngung (Pushbacks) auf See ausgeweitet, was zu mehr Gewalt, Todesf\u00e4llen und Verschwinden f\u00fchrt. Infolgedessen versuchen mehr Menschen, direkt nach Italien zu gelangen, was sowohl die Entfernung als auch das Risiko auf diesen Routen erh\u00f6ht. (4) Die t\u00f6dliche Praxis der Pushbacks, eine der gewaltsamsten Art der Verhinderung des Grenz\u00fcbertritts, wurde zur neuen Normalit\u00e4t in Europa und dar\u00fcber hinaus. Es sei daran erinnert, dass Griechenland bereits am 7. Juli 2022 vom Europ\u00e4ischen Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte wegen der illegalen und lebensbedrohenden Praktiken der HCG auf See verurteilt wurde (Fu\u00dfnote f). (5) Derzeit sind mindestens 32 F\u00e4lle im Zusammenhang mit 8 Pushback-Operationen gegen Griechenland anh\u00e4ngig, \u00fcber die vor demselben Gericht zu entscheiden ist. (6) In diesem Zusammenhang ist die Trag\u00f6die von Pylos nur ein weiterer Fall in einer langen Reihe von vers\u00e4umten Rettungen und Verbrechen auf See.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer die Fahrt \u00fcberlebt und nicht zur\u00fcckgepusht wird, l\u00e4uft Gefahr, wahllos von der K\u00fcstenwache festgenommen und willk\u00fcrlich der Beihilfe zum unerlaubten Grenz\u00fcbertritt (als Schmuggler bzw. Schleuser) angeklagt zu werden. Die Kriminalisierung von Menschen, die die griechischen Grenzen in Booten oder Autos \u00fcberqueren, ist in Griechenland systematisch.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Laut einer aktuellen Studie von borderline europe befinden sich derzeit mehr als 2000 Migranten in griechischen Gef\u00e4ngnissen, die des &#8220;Schmuggelns&#8221; beschuldigt oder verurteilt wurden. (7)<\/p>\n\n\n\n<p>In den meisten F\u00e4llen sind die Festnahmen, die Untersuchungshaft und die Gerichtsverhandlungen der beschuldigten Bootsfahrer durch grobe Menschenrechtsverletzungen gekennzeichnet und entsprechen nicht den Grunds\u00e4tzen eines fairen Verfahrens, einschlie\u00dflich willk\u00fcrlicher Inhaftierung, Gewalt und N\u00f6tigung sowie wenig bis gar kein Zugang zu \u00dcbersetzung oder Rechtsbeistand. Die griechischen Beh\u00f6rden haben im Fall des Schiffsungl\u00fccks von Pylos genau dieselben Praktiken angewandt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kriminalisierung von People on the move ist oft unsichtbar, und ihre Stimmen werden durch Inhaftierung und lange Haftstrafen zum Schweigen gebracht. Dies erm\u00f6glicht den Beh\u00f6rden der EU-Staaten, ihre Rechte weiter zu verletzen. Mit extrem langen Haftstrafen aufgrund willk\u00fcrlicher Verhaftungen und Prozesse konfrontiert sind Menschen auf der Flucht, die Beihilfe zur unerlaubten Migration beschuldigt werden, eine zentrale Zielscheibe der Gewalt des Grenzregimes.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Als Captain Support Network, einer Gruppe von Aktivist:innen, haupts\u00e4chlich in Europa lebend, sind wir solidarisch mit allen, die wegen des so genannten Schmuggelns kriminalisiert werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wir fordern:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Freiheit f\u00fcr die S\u00fcndenb\u00f6cke f\u00fcr das Schiffsungl\u00fcck vor Pylos!<\/li>\n\n\n\n<li>Fallenlassen aller Anklagen gegen die Pylos9!&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Untersuchung und \u00dcbernahme der Verantwortung der griechischen Beh\u00f6rden zum Schiffsungl\u00fcck von Pylos und f\u00fcr die Menschrechtsverletzungen an ihren Grenzen!<\/li>\n\n\n\n<li>Sofortiges Ende der systematischen und t\u00f6dlichen Gewalt an den Grenzen!<\/li>\n\n\n\n<li>Ende der Kriminalisierung von Migration und der Inhaftierung von Menschen auf der Flucht!<\/li>\n\n\n\n<li>Bewegungsfreiheit f\u00fcr Alle!<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Bitte unterschreibt und teilt dieses Statement!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em><u>Wenn Ihr bei der Finanzierung der Gerichts- und Anwaltskosten unterst\u00fctzen wollt, spendet bitte an dieses Konto:<\/u><\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Support Captain Support<\/p>\n\n\n\n<p>3011 Bern, Switzerland<\/p>\n\n\n\n<p>IBAN: CH6209000000162628066<\/p>\n\n\n\n<p>BIC\/ SWIFT: POFICHBEXXX<\/p>\n\n\n\n<p>Remark\/ Reference for payment: Pylos<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em><u>oder \u00fcber diese Plattform:<\/u><\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/whydonate.com\/en\/fundraising\/freedom-for-the-pylos-9-campaign\">https:\/\/whydonate.com\/en\/fundraising\/freedom-for-the-pylos-9-campaign<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Unterzeichner<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-ad2f72ca wp-block-group-is-layout-flex\">\n<p><a href=\"https:\/\/www.abuondiritto.it\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">A buon diritto<br><\/a><a href=\"https:\/\/abolishfrontex.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Abolish Frontex<br><\/a><a href=\"https:\/\/alarmphone.org\/en\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Alarm Phone<br><\/a><a href=\"https:\/\/www.allincluded.nl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">All included<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.almacommunity.org\/\">Alma Community Holistic Therapies<\/a><br><a href=\"https:\/\/en.asgi.it\/\">ASGI Associazione per gli Studi Giuridici sull\u2019Immigrazione<strong><br><\/strong><\/a><a href=\"https:\/\/baobabexperience.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Baobab Experience<br><\/a><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/birlikteyasamakistiyoruz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Birlikte Ya\u015famak \u0130stiyoruz \u0130nisiyatifi<br><\/a><a href=\"https:\/\/www.borderforensics.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Border Forensics<br><\/a><a href=\"https:\/\/borderviolence.eu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Border Violence Monitoring Network (BVMN)<br><\/a><a href=\"https:\/\/www.borderline-europe.de\/?l=en\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Borderline-europe<br><\/a><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/CPTLesvos\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">CPT \u2013 Aegean Migrants Solidarity<br><\/a><a href=\"https:\/\/cantevictsolidarityenglish.noblogs.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Can\u2019t Evict Solidarity<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.compasscollect.com\/\">Compass Collective<br><\/a><a href=\"https:\/\/debordercollective.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">de:border \/\/ migration justice collective<br><\/a><a href=\"https:\/\/eldh.eu\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/eldh.eu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">European Lawyers for Democracy and Human Rights (ELDH)<br><\/a><a href=\"https:\/\/feministresearch.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Feminist Autonomous Centre for research (FAC)<br><\/a><a href=\"https:\/\/forensic-architecture.org\/programme\/exhibitions\/forensis\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Forensis e.V<br><\/a><a href=\"https:\/\/www.freehumanitarians.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Free Humanitarians<br><\/a><a href=\"https:\/\/elhiblu3.info\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Free the El Hiblu 3<\/a><br><a href=\"https:\/\/gruppomelitea.wordpress.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Gruppo Melitea<br><\/a><a href=\"http:\/\/Human Rights Association\/\u0130nsan Haklar\u0131 Derne\u011fi (Turkey)\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Human Rights Association\/\u0130nsan Haklar\u0131 Derne\u011fi (Turkey)<br><\/a><a href=\"https:\/\/ihd.org.tr\/en\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Human Rights Association Istanbul Branch<br><\/a><a href=\"https:\/\/www.humanrightslp.eu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Human Rights Legal Project (HRLP)<br><\/a><a href=\"https:\/\/www.in-sightcollaborative.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">In-sight Collaborative<br><\/a><a href=\"https:\/\/iuventa-crew.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">iuventa \u2013 crew<br><\/a><a href=\"https:\/\/twitter.com\/AzadiJin_Cat\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">La M\u00e0quia \u2013 Azad\u00ee Jin, grupo transfeminista aut\u00f3nomo<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/legalcentrelesvos.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Legal Centre Lesvos<br><\/a><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/legalclinic.romatre\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Legal Clinic on Migration and Asylum, University of Roma Tre<br><\/a><a href=\"https:\/\/lnob.net\/en\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Leave No One Behind<br><\/a><a href=\"https:\/\/www.lineadombra.it\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Linea D\u2019Ombra<br><\/a><a href=\"https:\/\/lungolarottabalcanica.wordpress.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Lungo la rotta balcanica<br><\/a><a href=\"https:\/\/www.maldusa.org\/en\/\">Maldusa<\/a><br><a href=\"https:\/\/twitter.com\/marego_vessel?lang=el\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Mare*Go<br><\/a><a href=\"https:\/\/mare-liberum.org\/en\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Mare Liberum<\/a><br><a href=\"https:\/\/mediterranearescue.org\/en\">Mediterranea Saving Humans<br><\/a><a href=\"https:\/\/www.meltingpot.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Melting Pot<br><\/a><a href=\"https:\/\/memoriamediterranea.org\/en\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Memoria Mediterranea<br><\/a><a href=\"https:\/\/migration-control.info\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Migration Control<\/a><br><a href=\"https:\/\/mission-lifeline.de\/en\/about-us\/\">Mission Lifeline International E.V.<br><\/a><a href=\"https:\/\/mvlouisemichel.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">MV Louise Michel<br><\/a><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/noborderboilingpot\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">No Border Boiling Pot<br><\/a><a href=\"https:\/\/noborderkitchenlesvos.noblogs.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">No Border Kitchen<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/nomorewar_collective\/\">No More War Collective<br><\/a><a href=\"https:\/\/resqship.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">RESQSHIP e.V.<br><\/a><a href=\"https:\/\/smh.eus\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Salvamento Mar\u00edtimo Humanitario<br><\/a><a href=\"https:\/\/www.seebruecke.org\/en\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Seebrucke<br><\/a><a href=\"https:\/\/sea-watch.org\/en\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sea-Watch<br><\/a><a href=\"https:\/\/sos-humanity.org\/en\/sos-humanity\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">SOS Humanity<br><\/a><a href=\"https:\/\/djs-jds.ch\/de\/djs\/pushback-litigation-fund\/2018-swiss-democratic-lawyers-pushback-litigation-support-fund\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Swiss Democratic Lawyer (DJS-JDS-GDS)<\/a><br><a href=\"https:\/\/therighttobe.mystrikingly.com\/\">The Right to Be<br><\/a><a href=\"https:\/\/www.wuerzburg-solidarisch.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">W\u00fcrzburg Solidarisch e.V<br><\/a><a href=\"https:\/\/www.yabastabologna.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">YaBasta Bologna<\/a><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Fu\u00dfnote a: Das Schiff hatte drei Decks: ein Unter-, ein Mittel- und ein Oberdeck. Alle waren \u00fcberf\u00fcllt mit Menschen. Etwa 100 Frauen und Kinder befanden sich in einem separaten, bewachten Raum im vorderen Teil des Mitteldecks. Keiner von ihnen \u00fcberlebte.<\/p>\n\n\n\n<p>Fu\u00dfnote b: W\u00e4hrend die Aigaion Pelagos, eines der modernsten Rettungsschiffe Europas, nicht allzu weit von dem in Seenot geratenen Boot im Hafen von Gytheio lag, wurde stattdessen ein Hubschrauber von der weit entfernten Insel Lesvos geschickt. Obwohl die italienischen Beh\u00f6rden und FRONTEX die HCG bereits mehrere Stunden zuvor \u00fcber den Notstand informiert hatten, wurde keine angemessene Rettungsaktion eingeleitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Fu\u00dfnote c: Es ist erw\u00e4hnenswert, dass die Passagiere, die diese 9 Mitreisenden beschuldigten, aus Syrien und Pakistan stammen, w\u00e4hrend die Beschuldigten alle aus \u00c4gypten stammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Fu\u00dfnote d: Viele der \u00dcberlebenden nannten in Gespr\u00e4chen mit ihnen die Hauptprofiteure (d. h. die Personen, die aus der t\u00f6dlichen Reise Profit geschlagen haben) &#8211; und best\u00e4tigten, dass keiner von ihnen an Bord des Schiffes war. In Pakistan wurden kurz nach der Katastrophe 14 Personen verhaftet, die an der Organisation der \u00dcberfahrt beteiligt gewesen sein k\u00f6nnten. In \u00c4gypten hat die Staatsanwaltschaft 37 Personen (haupts\u00e4chlich aus Libyen) wegen krimineller Organisation in diesem Fall angeklagt. Weitere Informationen \u00fcber die Ermittlungen zu den Strukturen hinter diesem Fall finden Sie unter: <a href=\"https:\/\/www.lighthousereports.com\/investigation\/smuggler-warlord-eu-ally\/\">https:\/\/www.lighthousereports.com\/investigation\/smuggler-warlord-eu-ally\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Fu\u00dfnote e: Die \u00dcberlebenden, vertreten durch das Netzwerk f\u00fcr Fl\u00fcchtlings- und Migrantenrechte, die Hellenische Liga f\u00fcr Menschenrechte (HLHR), den Griechischen Fl\u00fcchtlingsrat (GCR), die Initiative von Anw\u00e4lten und Juristen f\u00fcr das Schiffsungl\u00fcck von Pylos und Refugee Support Aegean (RSA), prangern eine Reihe von Verst\u00f6\u00dfen gegen die Verpflichtungen der griechischen Beh\u00f6rden zum Schutz des Lebens der Menschen an Bord an und fordern eine wirksame Untersuchung der Umst\u00e4nde des t\u00f6dlichsten Schiffsungl\u00fccks der letzten Jahre im Mittelmeer.<\/p>\n\n\n\n<p>Fu\u00dfnote f: Bei einem Schiffsungl\u00fcck vor der Insel Farmakonisi am 20. Januar 2014 verursachte ein Schiff der griechischen K\u00fcstenwache den Tod von elf Frauen und Kindern, als es das Boot mit 28 Afghanen und Syrern auf gef\u00e4hrliche Weise abschleppte, was \u00dcberlebende als &#8220;Pushback&#8221;-Operation beschreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>(1) <a href=\"https:\/\/counter-investigations.org\/investigation\/the-pylos-shipwreck\">https:\/\/counter-investigations.org\/investigation\/the-pylos-shipwreck<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>(2) <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/world-europe-66154654\">https:\/\/www.bbc.com\/news\/world-europe-66154654<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2023\/31\/seenotrettung-gefluechtete-mittelmeer-griechenland\/seite-3\">https:\/\/www.zeit.de\/2023\/31\/seenotrettung-gefluechtete-mittelmeer-griechenland\/seite-3<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>(3)&nbsp; <a href=\"https:\/\/justice4pylos.org\/2023\/09\/40-survivors-of-the-pylos-shipwreck-file-a-criminal-complaint-before-the-naval-court-of-piraeus-14-9-2023\/?fbclid=IwAR24oftPPlpN9WuceSwoKIFkJMT_cfLMETO1dKi_62EIhGSd3iibZGCvJHM\">https:\/\/justice4pylos.org\/2023\/09\/40-survivors-of-the-pylos-shipwreck-file-a-criminal-complaint-before-the-naval-court-of-piraeus-14-9-2023\/?fbclid=IwAR24oftPPlpN9WuceSwoKIFkJMT_cfLMETO1dKi_62EIhGSd3iibZGCvJHM<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>(4) <a href=\"https:\/\/aegean.forensic-architecture.org\">https:\/\/aegean.forensic-architecture.org<\/a>; <a href=\"https:\/\/legalcentrelesvos.org\/2021\/02\/01\/crimesagainstumanityintheaegean\/\">https:\/\/legalcentrelesvos.org\/2021\/02\/01\/crimesagainstumanityintheaegean\/<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>(5) <a href=\"https:\/\/www.refworld.org\/cases,ECHR,62de68304.html\">https:\/\/www.refworld.org\/cases,ECHR,62de68304.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>(6) <a href=\"https:\/\/legalcentrelesvos.org\/2021\/12\/22\/european-court-of-human-rights-to-examine-two-cases-filed-against-greece-concerning-illegal-collective-expulsions\/\">https:\/\/legalcentrelesvos.org\/2021\/12\/22\/european-court-of-human-rights-to-examine-two-cases-filed-against-greece-concerning-illegal-collective-expulsions\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>(7) <a href=\"https:\/\/www.borderline-europe.de\/sites\/default\/files\/readingtips\/criminalisation_of_migrants-study_by_borderline_europe_en.pdf\">https:\/\/www.borderline-europe.de\/sites\/default\/files\/readingtips\/criminalisation_of_migrants-study_by_bo<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den fr\u00fchen Morgenstunden des 14. Juni 2023 sank das \u00fcberf\u00fcllte Fischerboot &#8220;Adriana&#8221; in internationalen Gew\u00e4ssern etwa 50 Meilen vor dem Hafen von Pylos, Griechenland. Hunderte von Menschen ertranken unter den Augen der griechischen K\u00fcstenwache (Hellenic Coast Guard &#8211; HCG). 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